Mili Weber – Postkarten mit Blumenkindern

Mili Weber (1891–1978) war eine Schweizer Malerin aus Biel, die ab 1917 in St. Moritz lebte und vor allem Aquarelle von Blumen- und Pilzkindern schuf. Ihr bemaltes Wohnhaus ist heute das Mili-Weber-Museum.

Mili Weber Postkarte Enzian: kleine Blumenkinder zwischen tiefblauen Enzianblüten

Mili Weber Postkarten bringen die Blumenkinder, Pilzwichtel und Engel der Schweizer Malerin Mili Weber (1891–1978) an den Jahreszeitentisch. Die Künstlerin wurde in Biel geboren, lernte Malerei in München und lebte ab 1917 bis zu ihrem Tod in St. Moritz, wo ihr bemaltes Wohnhaus heute als Museum geführt wird. Ihr Hauptwerk sind Aquarelle. Ich führe mehr als 35 Karten nach ihren Bildern, überwiegend DIN-A6-Postkarten für Frühling, Sommer, Herbst und Winter, dazu ein Laternen- und ein Weihnachtsmotiv als Doppelkarte mit Umschlag. Typisch sind Kinder, die halb Mensch und halb Pflanze sind: ein Kind mit Fliegenpilzhut, kleine Gestalten zwischen Enzianblüten, Tänzerinnen in Kleidern aus roten Blütenblättern. Rund ein Drittel der Karten sind nostalgische Winter- und Weihnachtsmotive mit Kerzenbaum, Mistelzweig und Engelskindern. Die Karten passen als Gruß zum Geburtstag oder zum Fest und als Erinnerung für alle, die das Mili-Weber-Haus im Engadin besucht haben.

Kinder aus Blüten, Pilzen und Mondlicht

Mili Weber malte Kinder, die aus Pflanzen herauszuwachsen scheinen. Auf Der kleine Postillion sitzt ein Kind mit einer Kappe aus gelben Löwenzahnblüten in einer Blattrosette. Rechts unten steht das verschlungene MW-Monogramm, mit dem sie ihre Aquarelle meist signierte. Pilzkind zeigt ein Kind mit rot-weiß gepunktetem Fliegenpilzhut, das an einem Stein lehnt, und auf Enzian kauern fünf kleine Gestalten zwischen tiefblauen Blüten.

Das Mili-Weber-Museum nennt Blumen- und Pilzkinder als Kern ihres Werks, wiederkehrende Themen sind Verwandlung und der Kreislauf des Lebens. Im Frühling tanzen auf Ringelreihen Kinder in roten Blütenkleidern zwischen langen Stielen, im Herbst geht auf Leuchte mir Laternchen ein Kind mit Kapuze und leuchtender Lampionblume durch den dunklen Wald.

Von Biel über München nach St. Moritz

Nach dem Kindergärtnerinnenseminar in Bern (1908–1909) besuchte Mili Weber in München die Malschule von Heinrich Knirr, die auch Frauen aufnahm. Im Sommer 1914 kehrte sie wegen des drohenden Krieges in die Schweiz zurück. Kurz darauf entstanden ihre ersten Auftragsarbeiten, darunter Ansichtskarten, Ausschneidebogen und Illustrationen zu bekannten Märchen.

1917 zog sie in ein Blockhaus auf steinernem Sockel, das ihr Bruder Emil, ein Architekt, in St. Moritz gebaut hatte. Über Jahrzehnte bemalte sie dort Wände, Decken und Möbel mit Blumen, Vögeln und Hagebuttenkindern. Heute führt eine Stiftung das Haus an der Via Dimlej als Museum. Sie schrieb auch Geschichten und komponierte, ihr Buch „Frohe Märlein“ erschien 1998 auf Deutsch.

Nostalgische Weihnachtskarten mit Kerzenbaum und Mistelzweig

Weil die Bilder von einer Malerin stammen, die 1891 geboren wurde, haben ihre Winterkarten die Stimmung alter Weihnachtskarten, ohne nachgemacht zu sein. Auf Frohes Weihnachtsfest stehen Kinder in bunten Kleidern vor einem Christbaum voller brennender Kerzen, mittendrin eine schwarze Katze, und am Rand hält eine hell gekleidete Gestalt ein Baby im Arm. Mistelzweig zeigt zwei Kinder, die Misteln und Stechpalme mit roten Beeren durch den Schnee tragen.

Als Doppelkarte mit Umschlag gibt es Weihnachten in der Wiege: Ein Baby schläft unter einer geblümten Decke, daneben brennt eine Kerze am geschmückten Christbaum. Viele stellen eine solche Karte im Advent an den Jahreszeitentisch, bevor sie als Weihnachtsgruß zu den Großeltern geht. Verschneite Dörfer, gemalt in den letzten Jahren, zeigt Raphaela Berendt.

Verwandte ihrer Pflanzenkinder finden sich in den Wollbildern von Franziska Sertori-Kopp, etwa deren Wurzelkinder. Wer Blumenkinder lieber in die Hand nimmt, findet bei den Blumenkindern aus Wollfilz Figuren für den Tisch.

Fragen und Antworten zu Mili Weber Postkarten

Wann lebte Mili Weber und wo sind ihre Originale zu sehen?

Mili Weber wurde am 1. März 1891 in Biel geboren und starb am 11. Juli 1978 in St. Moritz. Ihre Aquarelle und Wandmalereien zeigt das Mili-Weber-Haus an der Via Dimlej 35 in St. Moritz. Das Museum lässt sich nur mit Führung besichtigen.

Sind die Mili-Weber-Karten Postkarten oder Klappkarten?

Fast alle Motive erscheinen als Postkarte in DIN A6. Zwei Motive kommen als Doppelkarte mit Umschlag: der Laternenumzug im Format 17,5 × 12 cm und Weihnachten in der Wiege. Doppelkarten bieten innen Platz für längere Grüße und gehen im Umschlag als Brief auf die Reise.

Welche Mili-Weber-Karte passt zum Geburtstag, welche zu Weihnachten?

Zum Kindergeburtstag im Sommer passen die Blumenkinder, etwa Enzian oder Wildröslein, zum Frühlingsgruß Gänseblümchen oder Vergissmeinnicht. Für den Martinstag gibt es Laternenmotive, für Advent und Weihnachten Karten wie Mistelzweig oder Weihnachtsmorgen. Weitere Motive der Saison finden sich in den Kollektionen Postkarten Sommer und Postkarten Winter.

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