Erika Hoffmann – Aquarell-Postkarten für Jahreszeiten und Feste

Erika Hoffmann, geboren 1925 in Stettin und gestorben 2005, war Malerin und Kunsttherapeutin. Sie studierte ab 1948 am Freien Studienjahr in Stuttgart, ihre Aquarelle von Natur und Jahresfesten erscheinen als Postkarten.

Erika Hoffmann Postkarte »Weidenkätzchen« mit blühendem Weidenzweig vor blauem Himmel

Postkarten von Erika Hoffmann gehen auf Bilder einer Malerin und Kunsttherapeutin zurück, in denen Weidenzweige oder Laternenkinder aus lichten, verlaufenden Farbflächen auftauchen. Sie wurde 1925 in Stettin als Erika Kurpan geboren und besuchte ab 1948 das Freie Studienjahr in Stuttgart, mit Kursen bei Felix Goll im Malen und bei Julius Hebing in Farbenlehre. Später, als Mutter von fünf Kindern, ließ sie sich 1976/77 in Boll zur Kunsttherapeutin ausbilden, schloss 1978 ab und arbeitete in Bremen, Braunschweig und Goslar. Nach der Wende begleitete sie den Aufbau der Waldorfschule in Magdeburg, sie starb 2005. Rund zehn Postkarten nach ihren Bildern führe ich, alle vom Sagro Verlag. Umrisse setzt sie kaum, Zweige und Figuren entstehen aus der Farbe selbst. Passend sind die Karten für den Jahreszeitentisch, als stiller Gruß zu Ostern, Sankt Martin oder Weihnachten und für alle, die Blumen lieber gemalt verschicken.

Zweige und Blüten im Gegenlicht

Zwei Karten zeigen Weidenkätzchen und unterscheiden sich deutlich. Auf »Weidenkätzchen« wachsen viele helle Kätzchen an einem hochgereckten Zweig vor blauem Himmel mit einem gelben Lichtstreif. »Kätzchen« zeigt nur wenige silbrige Knospen an einem verzweigten Ast, der Grund wechselt von Gelb über Grün zu Blau. In vielen katholischen Gegenden gehören solche Zweige als Palmkätzchen zum Palmsonntag.

Bei »Magnolien« öffnen sich rosa Blüten an kahlen Zweigen vor hellblauem Grund. Den Sommer vertreten »Löwenzahn und Schmetterlinge« mit gelben Blüten, Pusteblumen und einer Raupe im Gras sowie »Klee, Margeriten und Schmetterlinge« mit einer goldenen Ähre zwischen den Blüten. Mehr gemalte Blüten für März und April bieten die Frühlingspostkarten.

Martinslaternen und die Hirten auf dem Feld

Auf »Laternenumzug« gehen fünf Kinder mit runden, leuchtenden Laternen hintereinander am Waldrand entlang, über ihnen schweben kleine Lichter wie Sterne am violetten Himmel. Die Karte passt in die Wochen um den Martinstag am 11. November.

Für Weihnachten gibt es zwei Bilder aus der Weihnachtsgeschichte. »Hirten auf dem Feld« zeigt drei Hirten mit Stäben bei ihrer Herde, über ihnen strahlt ein großer Stern, dessen Licht bis zu einer Stadt am Horizont reicht. Auf »Weihnacht« hält Maria das leuchtende Kind im Arm, Josef steht mit Hut und Stab daneben, Ochs und Esel schauen zu, und ringsum schweben Engelsköpfe im Blau.

Ohne Fest kommen die Winterbilder aus. Auf »Winterlandschaft« stehen zwei Rehe im Schnee vor einem Haus mit erleuchteten Fenstern, auf »Hase und Vogel« begegnen sich ein Hase und ein schwarzer Vogel zwischen kahlen Stämmen. Beide gehören zu den Winterpostkarten.

Weidenkätzchen im März, Krippe im Dezember

Mit ihren Karten lässt sich am Jahreszeitentisch ein Jahr in Etappen begleiten: Weidenkätzchen im März, Magnolien im April, Löwenzahn im Mai, die Wiesenblumen im Juli, der Laternenumzug im November und die beiden Weihnachtsbilder im Dezember.

Kräftigere Tierbilder und eine Adventskerze im großen gelben Lichtkreis hat Heike Stinner gemalt. Einen zweiten Laternenumzug, dichter und dunkler gemalt, gibt es von Dorothea Schmidt.

Häufige Fragen zu Erika Hoffmanns Jahreszeitenkarten

Wer war Erika Hoffmann?

Erika Hoffmann war Malerin und Kunsttherapeutin, geboren 1925 in Stettin, gestorben 2005. Sie studierte am Freien Studienjahr in Stuttgart und an der Schule für künstlerische Therapie in Boll und arbeitete viele Jahre kunsttherapeutisch. Mit der gleichnamigen Berliner Kunstsammlerin ist sie nicht identisch.

Wurden die Bilder für Kinder gemalt?

Nicht in erster Linie. Laut der Website zu ihrem Werk verstand sich Erika Hoffmann vor allem als Therapeutin und malte aus dieser Haltung heraus. Kinderbilder gehören trotzdem dazu, etwa der »Laternenumzug«. Für Kinder sind die einfachen Formen gut zu lesen: ein Hase im Schnee, zwei Rehe vor einem Haus, ein großer Stern über den Hirten.

Wie verschickt man die Karten am besten?

Als ganz normale Postkarte: Alle Motive bei mir haben DIN A6, die meisten im Hochformat, »Laternenumzug«, »Hase und Vogel« sowie »Klee, Margeriten und Schmetterlinge« liegen quer. Wer lieber einen Umschlag nimmt, greift zu C6. Auf der Website zu ihrem Werk werden viele Motive als Klappkarten angeboten, bei mir gibt es sie als Postkarten. Zum Aufstellen eignen sich die Postkartenhalter aus Holz.

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